Das Dorf

Evangelische Kirche

Evangelische Kirche

Der Ort besitzt zwei Kirchen. 1907 entstand mit Frankenholz und Websweiler die protestantische Kirchengemeinde. Ihr Kirchengebäude ist ein Jugendstilbau. Er entstand 1902 zunächst aus einem Beetsaal; 1909 wurde schließlich der Kirchturm errichtet. Eine Renovierung fand im Jahr 1978 statt. Die Protestantische Kirche und ihr Pfarrhaus bilden ein romantisch-verträumtes Ensemble hoch über dem Dorf, von wo sich sich ein schöner Blick über Höchen bietet.
Viel Eigeninitiative entwickelten auch die Katholiken in Höchen. Die 1803 errichtete Kirche wurde in der Jahren 1968/69 umfassend renoviert. Neben dem 1962 neuerbauten Pfarrhaus fügt sich die katholische Kirche harmonisch in den Ortskern ein. Der untere Teil des Kirchenkomplexes (Unterkirche) verfügt über einen Pfarrsaal sowie einen Jugend- und Wirtschaftsraum, der auch für festliche Anlässe genutzt werden kann.

Zu den Kirchengemeinden gehören Gruppen wie Messdiener, Frauengemeinschaften und Kirchenchöre. Seit vielen Jahren gibt es eine gute ökumenische Zusammenarbeit. Es finden regelmäßige Treffen der Pfarrgemeinderäte von Frankenholz und Höchen mit dem Presbyterium statt. Es werden gemeinsame Ausflüge unternommen. Man lädt sich gegenseitige zu Veranstaltungen ein. Besonders die beiden Kirchenchöre unterstützen sich ständig personell und die Dirigenten vertreten einander.

 

In Höchen finden sich einige geschichtsträchtige und herausragende Gebäude und Plätze. Dazu gehört das Gebäude der ehemaligen Grundschule Höchen, das in früherer Zeit als "Schulhaus auf dem Bühl" bekannt war. Es wurde 1912 errichtet und im Jahre 1959 in die jetzige Gebäudeform umgebaut.

Katholische Kirche

Katholische Kirche in einer Aufnahme aus dem Jahr 1989

In den 80er Jahren wurde es im Zuge der Ortskernsanierung renoviert. Die Außenanlage wurde in den 90er Jahren vollständig erneuert. Leider war auch Höchen von den Schulschließungen im Saarland betroffen. Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es die Grundschule Höchen nicht mehr, in der einige Generationen der Bewohner ihre Grundschuljahre verbracht hatten. Eine ungewohnte Situation für alle Höcher und vor allem für die betroffenen Familien. Die 1912 erichtete Schule hatte also keine 100 Jahre mehr Bestand; wer hätte das damals vermutet. Ein Ort ohne Grundschule?!

Schuld daran waren wirtschaftliche Erwägungen der Landesregierung im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung im Saarland. Wie so oft zum Leidwesen der Betroffenen. So müssen nun auch die kleinsten Bewohner, wie viele andere Höcher auch, Mobilität zeigen. Im Schulzentrum Frankenholz, dem Nachbarort, werden seitdem die Höcher Kinder unterrichtet, die nun per Bus zu ihrer Schule gelangen.

 

Glanhalle mit Vorplatz

Glanhalle mit Vorplatz

Am 10. August 1975 wurde in Höchen die Glanhalle eingeweiht und in Dienst gestellt. Es handelt sich dabei um eine Mehrzweckhalle, die von den ansässigen Sportvereinen für ihre Übungsstunden genutzt wird. Daneben werden dort auch Versammlungen, öffentliche Feiern, wie die jährliche Rentnerfeier oder der Kerwetanz durchgeführt. Im Untergeschoss ist der städtische Kindergarten sowie die freiwillige Feuerwehr untergebracht. Der Vorplatz der Glanhalle durchlebte wechselvolle Phasen. Seit den 70er Jahren wurde der Platz zunächst für Dorffeste und Kirmesveranstaltungen genutzt. Zur Zeit der Ortskernsanierung wurde dann eine Grünanlage mit Biotop darum angelegt. Im Jahre 2007 wurde schließlich eine Sanierung zu seiner derzeitigen Form vorgenommen.

 

Zu den historischen Plätzen in Höchen gehört zweifellos das "Brunneneck". Der Glan wird hier durch mehrere Brunnenbecken oberirdisch ausgeführt. Der Bereich selbst war der Mittelpunkt der damaligen Ortskernsanierung und es findet sich noch heute dort ein Gebäude aus dem Jahr 1771. In der Hauptdurchgangsstraße von Höchen, der Saar-Pfalz-Straße, steht das Anwesen Korn/Mayer. Es ist eine ehemalige Beamtenwohnung der Grube Nordfeld, die früher in der Nähe der Grubenanlage stand. Das Anwesen wurde dort abgebaut und am jetzigen Standort neu aufgebaut. Das Torhaus (mit Anwesen Georg Hengstenberg) am südlichen Ortseingang Höchens, war ursprünglich ein Torhaus des eingezäunten Jagdreviers des Herzogs von Zweibrücken. Ganz in seiner Nähe befindet sich das Höcher Forsthaus aus dem Jahr 1909, das sehr schön mit Eichenschindeln auf den Außenwänden versehen ist. Es wurde vor einigen Jahren restauriert.

 

Holzpyramide von 1893

Holzpyramide von 1893

Besonders beeindruckend sind die Gebäudeüberreste der Grubenanlage "Consolidiertes Nordfeld", die sich weit versträut im Höcher Wald finden. Ein "Historischer Grubenweg Nordfeld" durch den Wald verbindet alle Sehenswürdigkeiten dieser Epoche miteinander und liefert ein Zeugnis dieser traditionsreichen Zeit am Höcherberg.

Höcherbergturm mit Wanderheim

Höcherbergturm mit Wanderheim

Das unbestreitbar herausragendste Gebäude und gleichzeitig das Wahrzei- chen von Höchen ist der 26 Meter hohe Höcherbergturm. Im Jahre 1893 ließ das topographische Institut Berlin eine auf Leitern besteigbare Holzpyramide errichten, die der Landvermessung diente. Wegen Baufälligkeit musste sie einige Jahre später wieder abgerissen werden. Im Jahre 1913 sollte wegen einem weiteren Vermessungs- vorhaben erneut eine Holzpyramide entste- hen. Darauf hin setzte sich der Pfälzerwald- Verein (PWV) unter Vorsitz von Georg Hengstenberg dafür ein, dass anstelle eines Holzgerüstes ein massiver Steinturm errich- tet wurde. Am 26.05.1913 war Grundsteinlegung, und im August des gleichen Jahres war das Bauvorhaben beendet. Der Turm und das nebenstehende Wanderheim sind heute im Besitz des PWV.

 

Betrachtet man das Dorf in der Landschaft, so kann man feststellen, dass Höchen sich nahtlos in die waldreiche Umgebung integriert. Der Wald reicht zuweilen bis an die Häuser heran, so das man nach wenigen Schritten in der Natur steht. Neben Waldgebieten prägen Streuobstwiesen und Gärten das Landschaftsbild. Große Wiesenbereiche waren zu Anfang des 20. Jahrhundert noch viel ausgeprägter als heute. Die Natur hat sich wieder einiges zurückerobert. An der ein oder anderen Stelle existieren auch noch einige wenige Äcker, die meist von auswärtigen Bauern bebaut werden.

In den 80er Jahren wurde zwei größere Biotope im "Wiesental" Richtung Waldmohr angelegt, die vom Natur- und Vogelschutzverein betreut wurden. Es gibt in Höchen einiges zu entdecken und eine Wanderung durch den Höcher Wald lohnt zu jeder Jahreszeit.

Wald und Wiesen

Wald und Wiesen in Höchen

Auf Höcher Gemarkung sind mehrere Quellen vorhanden, die schon in alter Zeit gefasst waren und von denen namentlich 15 bekannt sind. Zu Ihnen gehört auch der Glan. Er wird aus mehreren Quellzuläufen gespeist. Ein Quellenaustritt liegt im Ortskern, im Brunneneck, eine andere Quelle liegt unterhalb des "Pfaffenwaldes" im Bereich der Dunzweilerstraße. Im Brunneneck ist der Austritt eingefasst. Die Läufe vereinigen sich schließlich unterhalb der Glanhalle. Der Glan verläuft dann in Richtung Waldmohr, wo er bereits nach 5 Km das Saarland verlässt.  Er mündet schließlich bei Odernheim (Rheinland-Pfalz) nach 90 Km in die Nahe.

Verschiedene Quellen wurden in früherer Zeit für die Höcher Wasserversorgung genutzt. Am Rande des "Biehlwaldes" befinden sich noch zwei Pumpenstationen (neues und altes Pumpenhaus), die dazu verwendet wurden, das Wasser in den im Jahre 1931 erbauten Hochbehälter am Höcherbergturm zu pumpen.

 

 

Wald und Wiesen

"Neues" Pumpenhaus im Höcher Wald

 

Das Wasser wurde in Bassins im Inneren der Stationen gesammelt und dann Richtung Hochbehälter befördert. Die Leistung der Einrichtungen war aber bald nicht mehr ausreichend. Beide Stationen sind heute noch zu sehen. Nach dem Anschluss an die Wasserversorgung Ostsaar GmbH im Jahre 1969 wurde der Betrieb dieser Pumpwerke eingestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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